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Pavian Bild1

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Pavian
Statuette
Inv.-Nr. Sk 75

Ägyptisch, Spätzeit bis Ptolemäisch, 7.–1. Jh. v. Chr.

Schwarz-grauer Stein (Steatit oder Serpentin).

H 8,2 cm



Zugang: Erworben 1750 für Landgraf Wilhelm VIII. auf der Auktion in Den Haag, Slg. Wassenaer-Obdam.


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Erhaltungszustand/Restaurierung: Unergänzt. Rand der Standplatte mit Hinterpfoten und l. Vorderpfote abgebrochen. Im Gesicht bestoßen, Verletzungen der Oberfläche. Zapfenloch für verlorenen Kopfschmuck. Restaurierung 1973/75: gereinigt, gesockelt.

Beschreibung: Der Mantelpavian hockt mit gespreizten angewinkelten Beinen auf einer niedrigen Standplatte, das Genital entblößend. Die Unterarme und Hände hat er auf die angewinkelten Hinterläufe, den Schwanz um die rechte Gesäßhälfte gelegt. Ein zotteliger, wie ein Schuppenmuster geritzter Pelz bedeckt Kopf, Oberkörper und Oberarme. Er trägt ein graviertes Pectoral mit pylonförmigem Anhänger. Vermutlich schmückten ursprünglich Mondsichel und -scheibe seinen Kopf. In Gestalt des alten ergrauten Pavianmännchens wurde der ›große Weise‹ während der ägyptischen Frühzeit als königliches Ahnentier verehrt. Die Affen galten auch als eifrige Anbeter und Helfer des Sonnengottes Re. Wegen ihrer Gelehrigkeit und Intelligenz standen sie dem Weisheits- und Mondgott Thot besonders nahe und verkörperten dessen vielschichtiges göttliches Wesen (Felgenhauer 1996).

Publiziert:
Wassenaer Auktion 1750, Nr. 116; Bieber 1915, Nr. 69 Taf. 35; Krug 1971, Nr. 21 Taf. 10; Felgenhauer 1996, Nr. 90 Abb. ausführlich beschrieben und kommentiert. – Im Musée Napoléon 1807-1815: Savoy 2003b, 108 Nr. 254 Abb. Zustand seit 1974; Martinez 2004, 728 Nr. 1517 Abb. Zustand seit 1974.


Literatur: Boosen 1985/91, Nr. 5; Felgenhauer 1996, Nr. 90 mit Lit.

(PG)

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